Verabschiedung unserer Schulleiterin Teil 1

Frau Konrad wurde in bei einer rauschenden Preisverleihung in den „Vor“-Ruhestand verabschiedet. Hier nun wie versprochen die nicht gehaltene Rede. Im Teil 2 folgen später weitere Bilder ….

Abschiedsrede 2018                                                               Vera Konrad

Liebe Gäste, liebe Menschen hier im Raum!

Ich freue mich sehr Sie, euch heute in der Botenheimer Gemeindehalle begrüßen zu dürfen.

Schon seit Wochen gibt es hier in der Schule Geheimnisse, das merkte ich wohl, aber Eltern, meine Kolleginnen und mein Kollege – erstaunlicherweise alle Kinder – verrieten mir nichts. So wurde ich letzten Dienstag an den umgebauten Bachlauf am Sportplatz geführt und erlebte die erste riesige Überraschung! Eine Bank für mich! Und dazu noch eine Kutschfahrt!

Gemeinsam erleben wir, was die Botenheimer und das Kollegium heute auf die Füße gestellt haben. Herr Kieser, Sie wissen, die Botenheimer können feiern!

Allerdings, deshalb bin ich nicht Schulleiterin hier im Ort geworden. Frau Hoffmann, meine Vorgängerin und Herr Wiedinger, mein Schulrat damals, haben mich sanft zur freiwilligen Bewerbung geschoben. (Frau Graf-Ebner hat damals unnachgiebig abgesagt!) Und Herr Seibold, Sie haben beim Eignungsgespräch gleich erkannt: Frau Konrad – Schulleiterin? – Frau Konrad Schulleiterin in Botenheim: Ja!

Und ich war all die Jahre gerne in Botenheim – es ist ein Stück Heimat für mich.

Aber:

Die Schule bin nicht ich.

Die Schule, das sind Sie und Sie und ihr … ohne Sie kein Schulgarten, keine Sprachförderung, keine Botenheimer Kinderakademie, kein Flöten, kein sauberes und repariertes Haus (Danke Fam. Siller), keine Betreuung, keine Website, keine Hilfe von Seiten der JuLe…keine so spannenden Projekte wie unser ehemaliger Kontakt zu einem indischen Kinderheim.

Ich danke Ihnen, euch allen herzlich und kann nicht jeden beim Namen nennen.

Lassen Sie mich aber doch die eine oder den anderen direkt ansprechen:

  • Lieber Herr Seibold, lieber Herr Herzog! Ihnen Herr Seibold sei Dank für Ihre Worte und wünsche ich nun einen ebenso Endorphine produzierenden Abschiedsmarathon wie ich ihn erfahren darf.

 

    • Die Heilbronner Lehrerschaft wird Sie vermissen!
    • Sie hatten immer ein offenes Ohr, ich konnte jede Frage stellen – ohne dass ich mir tiefbegabt vorkam – herzlichen Dank für Ihren menschlichen Umgangston – und bitte auch Frau Dr. Heitz ein Dankeschön mitnehmen!
  • Lieber Herr Kieser!

 

  • Wir haben letzte Woche im Sachunterricht einen Film über Brackenheim vor 24 Jahren angeschaut. (Die meisten hier im Raum kennen ihn sicher) Da ist mir noch einmal bewusst geworden, dass ich bis jetzt Ihre gesamte Amtszeit miterlebt habe! Ihnen besten Dank für Ihre Politik „kurze Beine – kurze Wege“. Sie macht uns Teilortschulen erst möglich! Vielen Dank für Ihre Rede und, dass Sie bei Festen und Aufführungen die Schule immer gewürdigt haben. Das hat uns gut getan.

Lieber Herr Armbruster!

Wir haben uns schon am 18. Mai in einer netten Runde von einander verabschiedet. Es ist mit Sicherheit nicht für leicht so viele Schulen zu sorgen! Aber auch Sie waren trotzdem immer ansprechbar und wir haben stets eine Lösung gefunden. Vielen Dank Ihnen und den Mitarbeitern der Stadt!

Liebe Frau Schimmel-Hack, liebe Belinde.

Herzlichen Dank für deine Grußworte. Ich habe mich im Kreise der Schulleitungskolleginnen und Kollegen immer wohl gefühlt. Martin Girntke aus Stockheim und Willi Harmuth aus Hausen haben mit mir angefangen und wir haben von Beginn an eng zusammengearbeitet. Über die Jahre hat sich mit allen Brackenheimer Schulleitungen ein vertrauensvolles Teamwork entwickelt. Auch zu manchen Schulen des Zabergäus entstand und entsteht eine engere Beziehung. Euch allen sei Dank gesagt und ich wünsche euch viel Kraft für die neuen Aufgaben und kommenden Herausforderungen!

  • Liebe Frau Krieg, liebe Andrea!

 

    • Dass du heute zu uns ins Zabergäu kommst, das freut mich sehr. Ich habe die Arbeit des ÖPR, ich habe deine Arbeit immer sehr geschätzt. Auch kleine Schulen brauchen den ÖPR, brauchen gewerkschaftliche Unterstützung und das mehr denn je! Vielen Dank für deinen Beitrag.
  • Lieber Herr Hörrmann! Wir haben ein gutes, gelingendes Netzwerk hier in Botenheim und ich habe dadurch viele wertvolle Kontakte knüpfen dürfen, die auch mich persönlich bereicherten. Ihnen, Herr Hörrmann ein herzliches Dankeschön für ihre Grußworte der Kirchengemeinde. Kirchengemeinde, Vereine, Kindergarten und Schule prägen weitgehend das dörfliche Leben.

 

  • Liebe Eltern: Hochachtung für Ihre Leistung und Ihren Einsatz rund um diesen Tag! Doch ich bin nicht nur dafür dankbar, sondern auch für das regelmäßige, partnerschaftliche Miteinander. Wir hatten und haben einen starken Stamm von sich für die Schulgemeinschaft verantwortlich fühlenden Mütter und Väter. Das zeigt sich auch darin, dass viele ehemalige Eltern heute mitfeiern. Von den Elternbeiratsvorsitzenden, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, konnte nur Herr Thomas Buyer nicht kommen. Frau Fuchs? Frau Barth? Frau Neuschwander? Frau Lörcher-Bratz? Frau Köhler? Sie sind alle da. Das ist schön! Zu mir möchte ich die amtierende Vorsitzende Frau Belz und den Elternbeirat bitten. Nehmen Sie an alle Eltern – stellvertretend – meinen Dank und den Applaus der Gäste mit!
  • Liebe Kinder: Ihr ward heute großartig! Ihr seid Stars! An den heutigen Tag werde ich lange denken! Und ihr seid auch der Garant, dass unser Beruf nie langweilig wird, weil — ihr seid neugierig, lebhaft, scheu, manchmal anstrengend, wissbegierig, pfiffig, anhänglich, laut, selbstbewusst, fordernd, ideenreich, schüchtern, temperamentvoll, … einfach liebenswert!Ich danke euch!
  • Liebes Kollegium: Ihr seid ein Dream-Team! Bitte kommt an meine rechte Seite. Jeder von euch hat besondere Begabungen, jeder hat seinen Bereich, jeder seine Schwerpunkte – aber uns allen war und ist wichtig, dass die Kinder gemäß unserem Leitspruch in unserer Schule leben und lernen sollen. Ich weiß, dass ihr die Schule ab dem neuen Schuljahr miteinander – unter der kommissarischen Schulleitung von – nun doch – Frau Graf-Ebner – hervorragend führen werdet. Ich war und bin mit Herz und Kopf eure Kollegin und danke für die vergangenen Jahre. Dieser Dank gilt auch meinen ehemaligen Mitstreiterinnen und Mitstreiter!
  • Ja, Kinder ich werde euch vermissen Ja, mein Kollegium, ich werde Heimweh haben, großes Heimweh! Ja, liebe Eltern, der Austausch und das Gespräch mit Ihnen wird mir fehlen.

Aber auf der anderen Seite der Waagschale liegt mein Mann, der seit Dezember im Ruhestand ist, da liegt eine lange Agenda, geschrieben mit der Familie und Freunden, die reicht vom Lechtalwanderweg, über Biberach bis in die Bretagne. Und da ist die Aussicht, nicht mehr um 5.30 Uhr aufstehen zu müssen.

… und so gehe ich jetzt mit einem weinenden und einem lachenden Auge —- mit Ihnen allen zum so genial vorbereiteten Imbiss.

 



Kategorien:Allgemein

1 Antwort

  1. Frau Konrad ist zu einem Teil von Botenheim geworden, dass konnte man bei der Abschiedsfeier spüren. Unsere Kinder waren immer gut in dieser wunderbaren Schule aufgehoben ( bei meinem Sohn gab es nicht einen Tag, an dem er nicht gerne in die Schule gegangen ist). Er war auch etwas betrübt, dass er bei der Verabschiedung von Frau Konrad nicht dabei sein konnte.
    Frau Konrad wir werden Sie vermissen, auch im Gesprächskreis und beiden Versammlungen in der Kelter. Ganz liebe Grüße und viel Spaß bei Ihren Vorhaben. Bleiben Sie und ihr Mann gesund, damit Sie die Zeit die jetzt vor Ihnen liegt genießen können. Herzlichst Susanne Willrett

    Liken

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