Botenheim und seine Geschichte

Der Ort Botenheim ist 793 erstmals urkundlich erwähnt. Im Laufe der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts fiel das Dorf an Württemberg. Vor den Grafen von Württemberg hatten die Herren von Magenheim die Ortsherrschaft ausgeübt.

Ansichtskarte aus dem Jahre 1909

 

Die ev. Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau in der Mitte der Hauptstraße des Dorfes ist im Kern eine romanische Chorturmkirche, 1351 erstmals genannt. Die Sakristei ist von 1500. 1744 wurden Kirchenschiff und Turm umgebaut.

 

Die ev. Pfarrkirche mit dem 1702 erbautem Pfarrhaus

 

An der südlichen Außenwand sind die Epitaphien für die Botenheimer Schultheißen Martin Waydenlich und Hans Ebelmann sowie deren beider Ehefrau Margaretha vom ende des 16.Jahrhunderts eingelassen..

Im 1955 modernisierten Inneren befindet sich ein Altarkreuz des 17.Jahrhunderts, im Chor das Grabmal des Schultheißen Nördlinger von 1661 und eine klassizistische Orgel von dem Cannstatter Orgelbauer Andreas Laufkuf aus dem Jahre 1825.

 

Das 1838 erbaute Schul- und Rathaus

 

Neben der Kirche steht das von Werkmeister Carl Bätz 1838 erbaute Schul- und Rathaus (Gülthausstr. 5). Es wurde 1942 nach einem Brand teilrekonstruiert. Seit 1987 ist darin das Heimatmuseum, das der Heimatverband Brackenheim ehrenamtlich betreibt, untergebracht.

 

Blick in die Sammlung des Heimatmuseums

 

In sichtweite der Pfarrkirche steht das ehemalige Deutschordensgülthaus, ein Erblehenshof des Deutschen Ordens (Gülthausstr. 40/44), ein zweigeschossiger Massivbau mit geschweiftem Giebel und Satteldach, im seitlichen Renaissancetorbogen mit 1607 bezeichnet. Zum Anwesen gehörte ein Nebengebäude mit Standerker, erbaut 1605.

Seit 1792 befindet sich im ehemaligen Gülthaus eine Schildwirtschaft, seit 1820 Gasthaus „Zum Ochsen“ genannt.

 

Das Deutschordengülthaus

 

Das sog. Lutz’sche Haus (Wilhelmdtr. 20) von 1587 ist das älteste datierte Wohnhaus des Dorfes.

Das sog. Oehlersche Anwesen (Hindeburgstr. 20) ist eine Dreiseithofanlage mit eingeschossigem Wohnhaus mit Erker an beiden Giebelseiten. Im Kern geht es auf das 16.Jahrhundert zurück. Umbauten erfolgten laut Inschrifttafel im Jahre 1792.

 

Das sogenannte Oehlersche Anwesen

 

Neben dem Gasthaus „Zum Ochsen“ gibt es in Botenheim seit der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts zwei weitere Schildwirtschaften: das 1767 erstmals erwähnt Gasthaus „Zum Adler“ (Hindeburgstr. 4) und die 1776 genannte Gastwirtschaft „Zur Rose“, die 1823 in das Gasthaus „Zum Grünen Baum“ (Hindeburgstr.1) umbenannt wurde.

 

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